Daniel · 27. September 2026 · 4 Min. Lesezeit
Martini Gansl – wenn der November nach Küche riecht

Am 11. November ist Martinstag. Der heilige Martin gilt als Schutzpatron der Gänse, oder nach der Legende als ihr überraschend überzeugter Retter: Martin soll sich vor seiner Bischofsweihe in einem Gänsestall versteckt haben, doch die Tiere haben ihn mit ihrem Schnattern verraten. Seither gehören Gans und Martin zusammen, und der 11. November ist ihr Feiertag.
Der Martinstag war früher auch ein Zinstag: Pacht- und Dienstverträge endeten, das Jahr ging zu Ende. Ein fettes Federvieh zu schlachten war praktisch, und ein Fest allemal. Dazu der junge Wein, den man um diese Zeit zum ersten Mal kosten kann. Kein Wunder, dass der Termin im Kalender einen eigenen Namen bekommen hat.
In Wien isst man dazu die knusprige, im eigenen Saft geschmorte Gans mit Rotkraut und Erdäpfel- oder Semmelknödeln. Die Keule wird bei niedriger Hitze langsam gegart, die Haut soll blättrig sein, die Sauce kräftig. Eine Gans ist ein Gericht für viele. Wer sie zu Hause plant, rechnet großzügig.
Bei uns darf es gern die ganze Tafel sein. Wenn du im November mit deiner Gesellschaft feiern willst, stimmt Lisa-Marie Menü, Beilagen und Getränke mit euch ab und hält euch den Termin frei, bevor die besten Plätze vergeben sind.
Wer die Gans lieber in Ruhe genießt, kommt einfach zum Essen vorbei. Zwischen Martini und Advent ist die Zeit für dicke Socken, gute Gespräche und Teller, die lange stehen bleiben dürfen.
Bis bald auf der Alm.
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